Als neugierige Schreibkraft habe ich auch eine private Seite.
Hier blogge ich regelmässig zu wichtigeren und nichtigeren Themen, die mich – und hoffentlich andere  amüsieren und interessieren.
Ja, aber
250 Jahre nach seiner Geburt lautet Hegels Botschaft: Der Staat hat allen Grund, sich davor zu fürchten, das Zutrauen der Bürger zu verspielen. Das verlorene Zutrauen ist durch Propaganda, durch das antrainierte Bekenntnis und blinde, angstgetriebene Gefolgschaft nicht zu ersetzen. Das Zutrauen erhält sich auch nicht durch blosse Machtdemonstration.




So lautet das Fazit eines langen Artikels, in dem der Philosoph Thomas Sören Hoffmann die Kernerkenntnisse des deutschen Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770 bis 1831) mit den besonderen Umständen der Corona-Krise kurzschliesst.
Hoffmann schreibt auch: «Bricht das Vertrauen in den Staat und seine Institutionen zusammen, kann sich kein Staat länger als kurzfristig mit schierer Gewalt behaupten.»
Ach, es wäre schön es wäre so. Aber ohne mich über einen klugen Kopf wie Hoffmann erheben zu wollen, denke ich leicht deprimiert, dass man sich ohne Zutrauen aber mittels Propaganda oder schierer Gewalt sehr wohl recht lang an der Macht halten kann. Für letzteres mag Nordkorea herhalten, für ersteres China. Beide Länder halten ihr unfreies, autoritäres Regime schon sehr sehr lange, beide brainwashen oder bedrohen ihr Volk und schaffen es so, ihr Unrechtsregime durchzusetzen. Und ein Ende ist nicht abzusehen, im Gegenteil, jetzt ist Hongkong kurz davor, seine Freiheit zu verlieren.



Der ganze Artikel in der NZZ
https://www.nzz.ch/feuilleton/hegel-und-das-corona-jahr-wie-sich-staat-und-buerger-entfremden-ld.1562691