Als neugierige Schreibkraft habe ich auch eine private Seite.
Hier blogge ich regelmässig zu wichtigeren und nichtigeren Themen, die mich – und hoffentlich andere  amüsieren und interessieren.
Bar jeden Zweifels
Der Zweifel ist das Grundprinzip der Wissenschaft. In der Politik war es bisher ein Zeichen der Schwäche. Es wäre schön, wenn sich das änderte.











Dies schreibt in der NZZaS vom 29. März der Journalist Michael Furger. Er bezieht sich auf das Erstarken des wissenschaftlichen Einflusses auf die Politik.

Vielleicht müsste man aber sagen: Es wäre schön, wenn dies so bleibt, denn das Zugeben, dass man nicht alles voraussagen, planen, beherrschen kann zeigt sich in den Aussagen, die an den regelmässigen Corono-Medienkonferenzen gemacht werden. Zuversicht und klare Ansagen, wo dies Möglich ist, offene Aussagen, wo es nicht anders geht.

Seltsamerweise kommt das aber nicht überall gut an. So schrieb der meinungsfreudige Schriftsteller Lukas Bärfuss im Spiegel: «So meinte der zuständige Chefbeamte im Bundesamt für Gesundheit anlässlich der Pressekonferenz am Montag dieser Woche, man werde versuchen, die entsprechenden Daten zu analysieren, um danach vielleicht eine Prognose machen zu können.»

Es bleibe Bärfuss unbenommen, zu meinen, was er meint. Aber es wirkt peinlich. Es wirkt, als wolle er lieber eine starke Hand, statt ehrliche Antworten, die nun mal manchmal Zweifel beinhalten.

Für mich hingegen gilt: Lieber ein Daniel Koch als ein Xi Jinping.