Als neugierige Schreibkraft habe ich auch eine private Seite.
Hier blogge ich regelmässig zu wichtigeren und nichtigeren Themen, die mich – und hoffentlich andere  amüsieren und interessieren.
Ein cooler Mann
Gott sei Dank bin ich Atheist.







Die coolen Männer sind hier bei uns und aktuell Alain Berset und Daniel Koch.



Aber da ist noch dieser Franzose, der 94-jährig gestorben ist: Michel Piccoli. Dass er kein Beau war, spielt überhaupt keine Rolle, wenn man ihn in seinen Filmen spielen sieht. Zum Beispiel im Film «Le mépris» von Jean-Luc Godard. Dort allerdings musste er sich das Rampenlicht teilen – nein nicht mit Brigitte Bardot, die war zwar auch dabei – mit der grossartigen Villa Malaparte auf Capri. Die Architektur, der Blick aufs Meer – ach! Aber Piccoli schlägt sich wacker, cool mit Hut.

Obigen Satz hat Michel Piccoli übrigens, wie er selbst zugibt, bei Louis Buñuel geklaut. Aber ohnehin hat er immer geklaut, so sagt er es. Leuten zugeschaut und sich dies und das an Haltung, an Gangart, an Tonfall abgeschaut, um es in seine Figuren einzubauen.

Vielleicht deshalb war er als Schauspieler kein One-Trick-Pony, also nicht auf eine Rolle festgelegt, sondern wurde immer wieder neu besetzt – und dennoch immer Piccoli.

Ein Spagat, den man erst mal nachmachen muss.




Der Artikel im Tagi
https://www.tagesanzeiger.ch/der-kinopapst-der-gottseidank-atheist-war-900495301901

Und in der NZZ
https://www.nzz.ch/feuilleton/michel-piccoli-der-elegante-provokateur-ist-tot-ld.1316273

Die Villa Malaparte
https://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Malaparte